Das finden wir wichtig!

Schülerinnen und Schüler des Offenen Ganztags des Caritasverbandes an der Solinger Grundschule Uhlandstraße haben sich zum Thema Kinderrechte mit dem Inhalt der UN-Kinderrechtskonvention beschäftigt und formuliert, was für sie ganz besonders wichtige Rechte sind:  

„Ich finde das Recht von Kindern auf gewaltfreie Erziehung wichtig. Kinder dürfen zum Beispiel  nicht angeschrien werden. Für alle meine Rechte eingesetzt habe ich mich bis jetzt aber noch nicht.“

Antonia (9)

„Dass Kinder keine Gewalt angetan werden darf, ist ein ganz wichtiges Recht. Ich durfte  schon mal entscheiden, was meine Familie unternimmt. Wir sind dann zelten gegangen.“

Vivian (8) 

 „Ein schönes Recht für Kinder ist, dass wir uns bei allem, was uns wichtig ist, mitbestimmen dürfen. An Weihnachten darf ich bestimmen, was es zu essen gibt.“

Lars (7)

 „Stopp – das ist ein wichtiges Wort, wenn uns jemand unsere Rechte nehmen will.“

Stefanie (9)

Spielen ausdrücklich erlaubt!

„Machste mal im Hausflur Krach, kriegste gleich eins auf das Dach, willste über’n Rasen laufen, musste dir ein Grundstück kaufen, lachste mal im Treppenhaus, kommt der Hauswart und schreit raus!“

Eure Eltern werden sich bestimmt an dieses Lied erinnern. Es ist die Titelmelodie aus der Kindersendung „Rappelkiste“, die vor rund 30 Jahren im Fernsehen lief. Das Lied handelt von Verboten und Strafen und von Regeln, an die Kinder sich halten sollen, weil es sonst Ärger gibt. Bis heute haben Kinder mit Nachbarn oder Hausmeistern zu kämpfen, die sich über alles beschweren. Und zwar meist zu Unrecht. Denn natürlich haben Kinder das Recht, Krach zu machen und in der Öffentlichkeit zu spielen.

Spielen in der Wohnung

In die Mietwohnung eurer Eltern dürft Ihr Freunde einladen, spielen, auch mal lauter spielen, nur am Mittag zwischen 13 und 15 Uhr und während der Nacht zwischen 22 und 7 Uhr müsst ihr die Ruhezeiten einhalten und leiser sein.
Wenn ihr ein Instrument spielt, super! Ihr dürft zwei Stunden am Tag üben. Es sei denn ihr spielt Schlagzeug oder Trompete, da müsst ihr euch mit den Nachbarn auf eine kürzere Zeit einigen, aber dürft maximal 1 Stunde am Tag spielen. Eine ganze Band zum Proben einzuladen, ist natürlich nicht erlaubt.

Spielen im Haus

Im Hausflur, im Keller und auf dem Dachboden ist es leider verboten zu spielen. Aber natürlich dürft ihr euch in eurem eigenen Kellerraum austoben, wenn eure Eltern nichts dagegen haben. Vielleicht fragt ihr mal eure Nachbarn, ob jemand wirklich etwas dagegen hat, wenn ihr euch gelegentlich auf dem Dachboden aufhaltet. Immer vorausgesetzt natürlich, dass die Gegenstände von anderen Mietern nicht beschädigt werden.

Rasen betreten verboten?

Wenn eine Rasenfläche oder ein Innenhof zum Haus gehört, dürft ihr auch dort spielen und sogar eure Freunde oder Nachbarskinder einladen. Es darf nämlich kein Kind durch ein Spielverbot gezwungen werden, alleine zu spielen.

Wenn bei euch im Haus hauptsächlich alte Leute wohnen, darf der Vermieter euch das Spielen leider verbieten, damit sich die älteren Menschen in ihrer Ruhe nicht gestört fühlen. Aber ihr könntet bei den Nachbarn fragen, ob ihr mit eurem Spielen wirklich jemanden stört. Es gibt nämlich auch ältere Mitmieter, die sich freuen, wenn in ihrem Umfeld „etwas los ist“.

Wenn eure Familie den Garten benutzen darf, dürfen eure Eltern sogar Spielgeräte für euch aufstellen. Das gilt natürlich nur, wenn dafür nicht der ganze Garten umgebaut werden muss.

Spielen in der Mittagszeit oder sonntags erlaubt?   

Spielplätze sind zum Spielen da und damit müssen sich die Anwohner, die drum herum wohnen, abfinden. Sie dürfen euch weder mittags noch abends verscheuchen, denn es ist erlaubt, dass ihr von 7 – 22 Uhr dort spielt.

Wenn der Spielplatz, und das ist oft mitten in der Stadt der Fall, ganz nah an Wohnhäusern steht, könnt ihr so lange dort spielen, wie es auf dem Hinweisschild steht. Das ist in der Regel bis 19 Uhr. Sich dort aufzuhalten ist aber auch dann bis 22 Uhr erlaubt, wenn ihr leise seid.

Sonntags spielen ist natürlich erlaubt, denn die berühmt-berüchtigte Sonntagsruhe, die es früher einmal gab, gilt heute zum Glück nicht mehr! Weder fürs Spielen auf dem Spielplatz, noch für das Spielen zuhause oder auf dem Rasen.

Gestatten, Kirexx, der Kinderrechte-Drache!

Kegelfigur zum Thema Kinderrechte.

Hey – wir sind jetzt auch Cariblogger! Wir, das sind die Kinder und Jugendlichen aus dem Jugendhilfezentrum Haus Maria Frieden aus Velbert-Langenberg. Uns sind Kinderrechte total wichtig.

Deshalb haben wir jetzt auch einen neuen Mitbewohner: Kirexx, ein schwarzer Drache. Er kümmert sich ein ganzes Jahr zusammen mit uns um das Thema Kinderrechte. Manchmal verliert er jedoch ein Kinderrecht aus den Augen, dann müssen wir auf die Suche gehen: nach unseren eigenen Rechten. Das ist ganz schön spannend.

Diese Kegelfigur haben wir selbst gebastelt. Auch Kirexx ist darauf zu sehen.

Schreibt uns Eure Erfahrungen!

UNICEF ist das Kinderhilfswerkl der Vereinten Nationen. Vor einigen Jahren forderte es von Bund, Ländern und Kommunen in Deutschland:

Wirksame Unterstützung für Kinder ist mehr als die Sicherung eines materiellen Existenzminimums. Städte, Gemeinden und Nachbarschaft müssen ein positives Umfeld schaffen, in dem Kinder und Jugendliche gehört und beteiligt werden.

Ist das gelungen? Gibt es ein positives Umfeld, in dem sich Kinder und Jugendliche wohl fühlen?

Schreibt uns Eure Erfahrungen, wir werden sie hier veröffentlichen? cariblogger@caritasnet.de

 

Noteingang bietet Schutzräume für Kinder

NoteingangEine großartige Idee der Katholischen Grundschule Marienheide: Mit ihrem Projekt Noteingang setzen sich Schülerinnen und Schüler dafür ein, dass Kinder schnell Hilfe in Anspruch nehmen können. Noteingang bietet ein umfangreiches Netzwerk von Anlaufstellen für Kinder entlang der Kindergarten- und Schulwege, an denen Kindern klar signalisiert wird, dass sie sich im Bedarfsfall auf Hilfe verlassen können.

Noteingang bietet Schutzräume, das heißt: sichere Orte und Hilfe für Kinder, in denen sie keine Angst mehr haben müssen! Mit einem Aufkleber an der Tür wird signalisiert: Komm herein!