Und wer hilft, wenn es nötig ist?

Wir haben in den letzten Woche oft über Kinderrechte gesprochen, welche es gibt und welche für Euch am Wichtigsten sind. Und natürlich hoffen wir, dass diese Kinderrechte auch immer berücksichtigt werden. Aber „Rechte haben und Recht bekommen sind manchmal zweierlei Ding.“ Wer verhilft Kindern und Jugendlichen zu „ihrem guten Recht“?
Zuerst ist dies natürlich eine Aufgabe der Eltern, in zweiter Linie aber auch eine Aufgabe der Erzieher, Lehrer und Sozialarbeiter…
Kinder Caritas Wenn Kinder und Jugendliche den Eindruck haben, dass ihre Lebensrechte stark eingegrenzt oder verletzt werden, können sie sich wenden an:

1. Beratungsstellen für Kinder, Jugendliche und Eltern
www.beratung-caritasnet.de (Erzbistum Köln)
www.beratung-caritas.de (bundesweit)
www.bke-jugendberatung.de (bundesweit)

2. Das örtliche Jugendamt
Die genaue Adresse findet man über die Portalseite der jeweiligen Kommune/des Kreises
Die Beratung erfolgt in jedem Fall persönlich, vertraulich und kostenfrei.

3.  Bei Fragen in Zusammenhang mit der Schule kann man sich auch an den Beratungslehrer/die Beratungslehrerin wenden.
Informationen und Hilfen findet man auch unter www.schulpsychologie.de

4.  In Verfahren beim Familiengericht kann ein sogenannter „Anwalt des Kindes“ einbezogen werden. Informationen hierzu geben die Familiengerichte.

5.  Das Kinder- und Jugendhilfegesetz findet man unter:
http://www.sozialgesetzbuch.de/gesetze/08/index.php?norm_ID=0800001
Hier kann man sich umfassend über die Leistungen der Kinder- und Jugendhilfe informieren.

6. Die Mitarbeiter der Abt. Familie und Jugend des Diözesan-Caritasverbandes Köln stehen für weitere Informationen als Ansprechpartner zur Verfügung:
E-Mail: kinderrechte@caritasnet.de

7. Manchmal kommt es auch dazu, dass Kinder, Jugendliche und Eltern einen begründeten Anspruch auf Jugendhilfe haben, der vom Jugendamt oder von den freien Trägern der Jugendhilfe nicht angemessen eingelöst wird.
In diesem Fall kann man sich an Initiativen wenden, die weitere Informationen geben:
www.initiative-habakuk.de (Baden-Württemberg)
www.brj-berlin.de (Berlin)
www.kinderrechte.de (Münster und Bremen)

Hilfen gibt es auch beim Deutschen Kinderschutzbund: www.kinderschutzbund.de

8. Informationen für Fachleute zu Fragen des Kindesschutzes findet man unter www.kindesschutz.de

Pänzhausen – seit gestern geöffnet

Video

PÄNZHAUSEN – Die Kölner Kinderstadt
Hier haben die Kinder das sagen und regieren in Ihrerer eigenen Stadt.
Die Schlange vor dem „Stadttor“ von Pänzhausen reichte bis zur Straße. Die meisten konnten es gar nicht erwarten, endlich beim Einwohnermeldeamt ihren Ausweis abzuholen und ihren neuen Job als Bäcker, Verkäufer, Apotheker oder auch Reporter anzutreten.
Hier gibt es einen kleinen Eindruck vom ersten Tag: http://bit.ly/14EV8PP

Hallo! Darf ich mich vorstellen? Ich bin Justine.

buch„…Und das getigerte Kerlchen dort unten ist mein Freund Joschi. Ein ganz besonderer Kater übrigens, denn er hat schon 777 Jahre auf dem grauen Katzenbuckel.

Joschi und ich sind in „eurem Auftrag“ unterwegs. Denn wo immer die Rechte der Kinder nicht geachtet werden, wo immer die Großen die Kleinen mal wieder einfach übersehen, da tauchen wir auf und – schwupp sorgen dafür, dass sich daran schnellstens etwas ändert. Natürlich können wir das nur, wenn ganz, ganz viele Kinder uns dabei behilflich sind: Denn nur gemeinsam wird es gelingen, die Rechte der Kinder bekannt zu machen und dafür zu sorgen, dass sie auch eingehalten werden.

Erlebt spannende, lustige, traurige, aber auch sehr hoffnungsvolle Geschichten. Denkt über Dinge nach, über die es sich lohnt einmal nachzudenken. Es gibt viel zu erfahren, aber auch zu spielen, zu basteln und malen – kurz: Es gibt viel für uns alle ob Groß oder Klein – zu tun.“

„Justine und die Kinderrechte“ ist eine Erfindung der Autorin Antje Szillat. Das Buch kann bestellt werden über presse@caritasnet.de.

Post vom Oberbürgermeister

Heute haben wir Post bekommen.

Und zwar von Peter Jung, dem Oberbürgermeister von Wuppertal.

Lest selbst, was er uns schreibt:

„Liebe Cariblogger,

gerne unterstütze ich die Aktion des Erzbischoftums Köln, den Kindern und Jugendlichen mit der Aktion „cariblogger“ die Möglichkeit zu geben, sich über Kinderrechte auszutauschen. Ganz besonders wichtig finde ich es, wenn Ihr mit Eltern, in Jugendtreffs und im Alltag Eure Rechte dem Praxistest unterzieht und rausbekommt, ob Ihr und Eure Rechte denn tatsächlich ernst genommen werdet!

In Wuppertal leben rund 56.000 Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren. Natürlich versuchen wir als Stadt, für sie alle gute Angebote zu schaffen. Das fängt bei der Betreuung im Kindergarten an, geht mit einem breit gefächerten Schul- und guten Freizeitangeboten weiter und hört mit einem reichhaltigen Aus- und Weiterbildungsprogramm noch lange nicht auf. Ich denke, sowohl Politik als auch Verwaltung sind sich sehr wohl bewusst, dass Kinder unsere Zukunft und damit für uns alle überaus wichtig sind!
Übrigens: Bei uns in Wuppertal gibt es eine Vertretung der Kinder und Jugendlichen in der Stadt, die deren Interessen Gehör verschafft. Wir haben den Wuppertaler Jugendrat – er wurde gerade in diesem Jahr neu gewählt. Bei einem Treffen mit den Jugendräten habe ich mich sehr über die selbstbewussten, engagierten und gut informierten Jugendlichen gefreut, die mit mir diskutiert und viele gute Ideen eingebracht haben! Sich einzusetzen für die Rechte der Kinder und ihnen Gehör zu verschaffen, lohnt sich!

Ich wünsche Euch für Eure Aktion viel Erfolg – und beim bloggen natürlich auch viel Spaß!  Euer
Peter Jung
Oberbürgermeister Wuppertal“

OB Jung_Porträt vor Rathaus

Pänzhausen – die Kinderstadt

Pänzhausen? Kinderstadt?

Ja, so etwas gibt es tatsächlich! Und PÄNZHAUSEN geht in die zweite Runde! Nach dem großen Erfolg im letzten Jahr öffnet die Kinderstadt in diesen Sommerferien vom 15. bis 21. August ihre Tore. Veranstaltungsort ist diesmal der „Baui“ – der Bauspielplatz zwischen Römerpark und Friedenspark in der Kölner Südstadt.

PÄNZHAUSEN ist eine Kinderstadt, die alles hat wie jede andere Stadt auch. Dort gibt es Berufe, Geschäfte, jede Menge Ämter, ein Krankenhaus, eine Zeitung, einen Fernsehsender und vieles mehr. Auch Politik gehört zum Stadtleben der Kinderstadt und so finden Bürgermeister- und Stadtratswahlen statt. Der Stadtrat kümmert sich um die Anliegen, Fragen und Beschwerden der Bürger.

Schaut Euch mal das Video an!

Geht hin! Macht mit!

Alle Infos unter: http://paenzhausen.de/

Pänzhausen- Kinderstadt

Unterwegs in einer besonderen Mission: die Kinderrechtsdetektive.

Sie waren für Euch unterwegs und haben einiges in Erfahrung gebracht!

Sie, das sind die Kinderrechtsdetektive! Kinderrechtsdetektive

Beim Ferienprogramm „Ferien zu Hause“  in der GOT Elsaßstraße in Köln hat sich eine Gruppe gebildet, die sich während des Programms trifft und sich mit dem Thema „Kinderrechte“ intensiv beschäftigt. Zu Beginn haben die elf Kinder der Gruppe, die zwischen 7 und 13 Jahren sind, sich gefragt, welche Rechte haben Kinder überhaupt? Denn einige der Kinder wussten gar nicht, dass es extra Rechte für sie gibt. Zusammen haben sie sich im Internet informiert und darüber diskutiert, wo und wie ihre Rechte gewahrt werden und vor allem, wer diese Rechte macht und für wen sie gelten. Das Ergebnis haben die Kinder aufgeschrieben, wie zum Beispiel die siebenjährige Aurelia.

Aurelia hat es aufgeschrieben

Aurelia hat es aufgeschrieben

Mittlerweile sind die Kinder der Gruppe kleine Kinderrechtsexperten.

Mit ihrem Wissen haben sie sich auf den Weg gemacht und untersucht, wie in ihrem Veedel ihre Rechte berücksichtigt werden und wo kein Raum für Kinder ist.PEV-Platz Foto 3

Bei ihrem Rundgang durch die Kölner Südstadt waren sie vor allem von dem PEV-Platz begeistert, der direkt hinter dem Jugendzentrum GOT Elsaßstraße liegt. Dort steht ausdrücklich, dass hier spielen für Kinder und Jugendliche erlaubt ist. Ein Schild, was man sonst selten findet. PEV-Platz Foto 4

Die Kinderrechtsdetektive haben auch Spielstraßen und kinderfreundliche Straßenübergänge gefunden. Doch auch private Parkplätze und andere Orte die abgesperrt sind, sind ihnen auf ihrer Erkundungstour begegnet. Diese Orte gewähren Kindern nicht ihr Recht auf Spiel und Freizeit und werden von unseren Experten  als kinderunfreundlich bezeichnet und bekommen daher ein Daumen nach unten.Privatparkplatz

In den kommenden Tagen werden die Kinderrechtsdetektive weiter losziehen und Interviews zum Thema führen. Sie wollen dazu die Meinungen von anderen Kindern erfahren, aber besonders gespannt sind sie auf die Äußerungen der Erwachsenen.

Es bleibt also spannend!